Ein Mietwagen ist das denkbar ungeeignetste Verkehrsmittel für die Medina, aber das beste Werkzeug für alles rund um Fès. Innerhalb der historischen Stadtmauern gibt es weder Straßen noch Parkplätze. Doch der Mittlere Atlas, Meknès, die römischen Ruinen von Volubilis und die Route nach Süden erschließen sich erst richtig mit eigenen Rädern. Hier erfahren Sie, wann sich ein Mietwagen lohnt, welche Kosten anfallen und wie Sie vermeiden, für ein Auto zu zahlen, das Sie an Ihren Stadttagen gar nicht nutzen können.
Wichtigste Fakten
- Nutzlos in Fès el-Bali – die Altstadt ist die größte autofreie Fußgängerzone der Welt.
- Perfekt für den Mittleren Atlas: Ifrane, Zedernwälder, Berberaffen sowie Meknès und Volubilis.
- Wirtschaftliche Kleinwagen starten bei Online-Vorausbuchung ab knapp unter 20 € pro Tag.
- Auto auf bewachten Parkplätzen an den Toren der Stadtmauer abstellen und die Medina zu Fuß erkunden.
- Kaskoschutz ohne Selbstbeteiligung buchen sowie Reserverad und Reifen vor der Abfahrt prüfen.
- Viele Reisende mieten den Wagen gezielt nur für Ausflugstage und nutzen in der Stadt Taxis.
Wann sich ein Mietwagen wirklich lohnt
Der Flughafen Fès-Saïss ist ein hervorragender Ausgangspunkt für eine Mietwagen-Rundreise, denn das Beste der Region liegt im Umland: Die Königsstadt Meknès und die faszinierenden römischen Mosaike von Volubilis lassen sich bequem an einem Tag kombinieren. Die Bergstadt Ifrane und die kühlen Zedernwälder des Mittleren Atlas mit ihren berühmten Berberaffen liegen kaum eine Autostunde entfernt und bieten eine willkommene Abkühlung. Auch die legendäre Route nach Süden in Richtung Merzouga – rund 470 Kilometer und sieben Fahrstunden – wird mit dem eigenen Fahrzeug zu einem faszinierenden Wüsten-Roadtrip mit frei wählbaren Stopps.
Mit dem eigenen Wagen bestimmen Sie Ihr Tempo selbst, halten an Fotospots nach Belieben und sparen sich langwierige Fahrer-Verhandlungen für jede Einzeletappe.
Wann Sie kein Auto brauchen (das Medina-Dilemma)
In der Medina von Fès ist ein Auto völlig deplatziert: Fès el-Bali ist die größte zusammenhängende autofreie Zone der Welt. Es gibt keine Zufahrtsstraßen zu den Riads und keine Parkmöglichkeiten in den Gassen – Sie müssten den Wagen ohnehin an den Stadttoren abstellen und zu Fuß gehen. An reinen Besichtigungstagen in der Stadt ist ein schnelles Petit Taxi oder ein Spaziergang weitaus praktischer und günstiger, während ein ungenutzter Mietwagen nur Parkgebühren und Tagessätze verschlingt.
Die klügste Strategie vieler Marokko-Urlauber: Erkunden Sie die Medina von Fès zunächst zu Fuß und übernehmen Sie den Mietwagen erst an dem Tag, an dem Ihre Rundreise ins Umland beginnt.
Clever buchen und sicher parken
Buchen Sie Ihren Wagen vorab online, um von den günstigsten Tarifen zu profitieren und die Verfügbarkeit sicherzustellen, anstatt am Schalter nach der Landung den Restbestand zu überhöhten Preisen zu nehmen. Ein Vergleich lohnt sich: DiscoverCars vergleicht die internationalen und lokalen Schalter am Flughafen Fès-Saïss auf einen Blick; Localrent vermittelt zuverlässige lokale Partner, die oft günstigere Kautionsbedingungen bieten. Wählen Sie einen Kaskoschutz ohne Selbstbeteiligung, dokumentieren Sie bestehende Kratzer lückenlos mit Fotos und prüfen Sie vor Abfahrt unbedingt Reserverad und Wagenheber.
Stellen Sie das Auto in Fès immer auf offiziellen, bewachten Parkplätzen vor der Stadtmauer ab (oft ca. 30–50 MAD pro Tag) – versuchen Sie keinesfalls, in die Medina hineinzufahren.
Richtpreise
| Strecke / Service | Preis ab |
|---|---|
| Kleinwagen / Economy (pro Tag) | ab ca. 18 € |
| Kompaktklasse / SUV (pro Tag) | ab ca. 30 € |
| Zusatzversicherung ohne Selbstbeteiligung | ab ca. 8 €/Tag |
| Bewachter Parkplatz am Rand der Medina (pro Tag) | 30–50 MAD |